Das Präparierbesteck auch Obduktions- oder Sezierbesteck besteht meistens aus einem Skalpell mit einer großen, breiten Klinge; einem Messer mit einer kleinen Klinge zur Präparation von Faszien und Muskeln; einem Messer mit einer schmalen; einer stumpfen anatomischen Pinzette mit Querrillen; einer Schere mit abgestumpften, knopfförmigen Branchen; einer spitzen Schere und einer Sonde mit einem knopfförmigem Ende.
Am besten für die Präparation geeignet sind die Messer, bei denen der Schaft und die Klinge aus Metall bestehen. Diese Messer sind wesentlich stabiler als Messer mit Kunststoffgriffen oder Metallschäfte mit auswechselbaren Klingen.
Die anatomische Pinzette, deren Haltebacken durch Querrillen gekennzeichnet ist, kann gerade oder mit einem abgebogenen vorderen Ende ausgeführt sein. Die Pinzetten sind zu Fassen leichter verletzlicher Gebilde, wie Gefäße geeignet. Jedoch ist ein Nachteil das die Strukturen nicht perfekt fixiert werden können. Hierzu eignet sich eine chirurgische Pinzette um Gewebequetschungen zu vermeiden. Für feine und exakte Arbeiten am Gewebe ist eine spitze Pinzette ideal.
Die abgestumpfte Schere wird zum Durchtrennen von Gewebeteilen wie Muskeln oder Haut genutzt.
Sie wird meistens als “Standard-Schere” bezeichnet. Sie werden in gerader und in leicht aufgebogener Beschaffenheit eingesetzt. Man differenziert die Scheren sowohl bei der geraden als auch bei der leicht aufgebogenen Bauart nach der Durchführung der Schneideblattspitzen.
Mit der kleinen und spitzen Schere werden präzise Schnitte an Nerven, Gefäßen oder am Kopf durchgeführt.
Die Knopfsonde ist ein stumpfes, zahnärztliches und chirurgisches Instrument. Sie ist ein stabförmiges etwa 15 cm langes biegsames Werkzeug, welches zur Austastung und Verfolgung von Gewebegängen im Mund- und Kieferraum genutzt wird.